Was bedeutet „Autorisierung“?
Das Einräumen von Zugriffsrechten nach der Anmeldung.
So verwendest du das Wort
Erst nach der Autorisierung erscheint das Menü.
Welche Handlung mit welchen Daten erlaubt ist
Zwei Beschäftigte melden sich erfolgreich in derselben Anwendung an. Eine Person darf Rechnungen lesen, die andere zusätzlich Zahlungen freigeben. Beide Konten sind bekannt, doch ihre Befugnisse unterscheiden sich. Diese Entscheidung über zulässige Handlungen gehört zur Autorisierung und ist von der Anmeldung zu unterscheiden.
Rechte betreffen konkrete Vorgänge
Eine Berechtigung kann nur für bestimmte Dokumente, Tätigkeiten oder Zeiträume gelten. Wer einen Eintrag ansehen darf, muss ihn nicht bearbeiten dürfen. Deshalb reicht eine pauschale Unterscheidung zwischen „hat Zugang“ und „hat keinen Zugang“ für viele Anwendungen nicht aus.
Erlaubnis vergeben und prüfen
Autorisierung bezeichnet das Erteilen von Befugnissen und im technischen Zusammenhang auch die Entscheidung, ob ein angeforderter Zugriff erlaubt ist. Dafür können Rollen, einzelne Rechte und weitere Bedingungen maßgeblich sein. Die Frage lautet sinngemäß: Darf dieses Konto diese Handlung an dieser Ressource ausführen?
Nicht bloß der nächste Anmeldeschritt
Authentifizierung prüft eine behauptete Identität. Autorisierung betrifft die dazugehörigen oder anderweitig festgelegten Befugnisse. Rechte können schon vor einer Anmeldung vergeben und später bei einzelnen Anfragen geprüft werden. Auch nicht angemeldeten Besuchern können bestimmte Zugriffe erlaubt sein, etwa das Lesen öffentlich freigegebener Seiten.
Eine Fehlermeldung einordnen
„Du bist angemeldet, aber für diese Aktion nicht autorisiert.“ Das ist kein Widerspruch. Das System kann das Konto erkennen und die konkrete Handlung trotzdem ablehnen. Ein ausgeblendeter Knopf allein wäre außerdem keine verlässliche Zugriffskontrolle; entscheidend ist, ob die ausführende Stelle die Berechtigung tatsächlich prüft.
Eine kleine Rechteübersicht
Entwirf für einen gemeinsamen Kalender zwei Rollen: Leser und Redakteurin. Lege fest, wer Termine ansehen, erstellen und löschen darf. Formuliere danach einen Beispielsatz mit „autorisieren“. So machst du sichtbar, dass Autorisierung konkrete Erlaubnisse beschreibt und nicht einfach das Wissen darüber, wer sich gerade angemeldet hat.
Erklärungen aus dem Wortreich-Wortbestand. Vertiefung aktualisiert am 21. September 2026.
Lautschrift: Einzelquelle · Mitwirkende, Bearbeitungen & Lizenz (CC BY-SA).
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