Ein Wort weiter

Emotion

Substantiv[emoˈt͡si̯oːn]Lautschrift & QuellenPsychologie

Gefühlsregung

Was bedeutet „Emotion“?

Eine kurzfristige, gerichtete Gefühlsreaktion.

So verwendest du das Wort

Angst ist eine überlebenswichtige Emotion.

Tiefer verstehen

Mehr als ein Gefühl im Inneren

Eine Nachricht kündigt unerwartet den Besuch einer guten Freundin an. Du freust dich, lächelst und beginnst schon, gemeinsame Pläne zu machen. Hier zeigt sich eine Emotion in mehreren zusammenhängenden Seiten: im Erleben, in körperlichen Veränderungen und in der Bereitschaft, auf eine bedeutsame Situation zu reagieren.

Eine Reaktion auf persönliche Bedeutung

Emotionen sind komplexe Reaktionen auf Ereignisse, Vorstellungen oder Erinnerungen, die für eine Person bedeutsam sind. Angst, Freude, Ärger und Scham sind Beispiele. Dabei spielen Bewertungen, körperliche Reaktionen, Ausdruck und Handlungstendenzen zusammen. Nicht jede Seite muss nach außen deutlich sichtbar sein oder bewusst benannt werden können.

Gefühle sind ein wichtiger Teil davon

Im Alltag werden „Gefühl“ und „Emotion“ oft ähnlich gebraucht. In fachlichen Beschreibungen meint Gefühl häufig besonders das subjektive Erleben, während Emotion den umfassenderen Vorgang bezeichnet. Diese Unterscheidung ist hilfreich, aber die Begriffe werden nicht in jeder Theorie gleich verwendet. Eine starre Sprachregel wäre deshalb unpassend.

Von Stimmung nicht durch die Stoppuhr getrennt

Emotionen beziehen sich oft auf einen bestimmten Anlass. Eine Stimmung kann länger anhalten und weniger deutlich auf etwas Bestimmtes gerichtet sein. Die Übergänge sind jedoch nicht durch eine feste Minutenzahl geregelt. Auch eine Emotion kann fortwirken, sich verändern oder durch eine Erinnerung erneut ausgelöst werden.

Erleben und Tatsachen auseinanderhalten

„Die Nachricht löste starke Emotionen aus“ beschreibt eine Reaktion, sagt aber noch nicht, welche. Genauer wäre etwa „Sie war erleichtert und zugleich verunsichert“. Dass eine Situation bedrohlich wirkt, ist ein reales Erleben; daraus folgt nicht automatisch, dass die vermutete Gefahr tatsächlich in derselben Stärke besteht.

Eine kleine Szene genauer beschreiben

Denke an eine harmlose Filmszene. Benenne den Anlass, eine mögliche Emotion und einen beobachtbaren Ausdruck der Figur. Ergänze, was du über ihr inneres Erleben nur vermutest. Du lernst dadurch, Emotionen differenziert zu beschreiben und einen Gesichtsausdruck nicht vorschnell als eindeutigen Beweis zu behandeln.

Erklärungen aus dem Wortreich-Wortbestand. Vertiefung aktualisiert am 21. September 2026.

Lautschrift: Einzelquelle · Mitwirkende, Bearbeitungen & Lizenz (CC BY-SA).

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