Was bedeutet „Empirie“?
Erkenntnis, die auf Beobachtung und Erfahrung beruht.
So verwendest du das Wort
Er stützte sein Urteil auf Empirie statt Spekulation.
Typische Wortverbindungen
Was die beobachtete Wirklichkeit beiträgt
Eine Bibliothek verlängert testweise ihre Öffnungszeiten. Ob dadurch mehr Menschen kommen, lässt sich nicht allein am Schreibtisch entscheiden. Das Team zählt Besuche und befragt Nutzende. Diese beobachtungsbasierte Grundlage gehört zur Empirie und kann Erwartungen bestätigen, verändern oder auch eine überraschend neue Frage aufwerfen.
Erfahrung als Wissensgrundlage
Empirie bezeichnet Erfahrung und das darauf beruhende Wissen, besonders die systematisch gewonnenen Beobachtungen einer Untersuchung. Dabei muss es nicht ausschließlich um Zahlen gehen. Auch sorgfältig geführte Gespräche oder beschriebene Abläufe können empirisches Material liefern, wenn nachvollziehbar bleibt, wie es zustande gekommen ist.
Beobachtungen entstehen unter Bedingungen
Besuchszahlen hängen vielleicht vom Wetter, von Ferien oder einer parallelen Veranstaltung ab. Ein einzelner belebter Abend beweist daher nicht den Erfolg neuer Öffnungszeiten. Gute empirische Arbeit berücksichtigt solche Bedingungen und trennt das tatsächlich Beobachtete von der weitergehenden Erklärung, die man daraus ableiten möchte.
Theorie und Empirie brauchen einander
Eine Theorie kann Hinweise geben, welche Beobachtungen relevant wären. Empirische Befunde können wiederum zeigen, wo die Theorie nicht gut passt. „Empirie statt Denken“ wäre deshalb eine falsche Gegenüberstellung. Schon die Entscheidung, welche Besuche gezählt werden und was als Erfolg gilt, verlangt begriffliche Überlegungen.
Aussage und Grundlage verbinden
„Die bisherige Empirie spricht für längere Öffnungszeiten am Donnerstag“ benennt eine vorläufige Beleglage. Es sollte danach erkennbar werden, welche Untersuchungen gemeint sind. „Meine Erfahrung sagt mir das“ kann ein Ausgangspunkt sein, ersetzt aber nicht automatisch eine systematische Prüfung mit mehreren Beobachtungen.
Eine Vermutung beobachtbar machen
Formuliere eine kleine Vermutung über deinen Lernalltag, etwa über eine geeignete Tageszeit. Notiere, welche Beobachtungen du über mehrere Tage sammeln könntest und welche Umstände du zusätzlich festhalten solltest. So entwirfst du eine empirische Prüfung, ohne ein günstiges Einzelerlebnis bereits zur allgemeinen Regel zu erklären.
Wörter im Zusammenhang
Ähnliche Bedeutungen
Gegenteile
Sprachgebrauch
Woher kommt das Wort?
griechisch empeiría „Erfahrung".
Erklärungen aus dem Wortreich-Wortbestand. Vertiefung aktualisiert am 21. September 2026.
Lautschrift: Einzelquelle · Mitwirkende, Bearbeitungen & Lizenz (CC BY-SA).
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