Ein Wort weiter

konnotieren

Verb[kɔnoˈtiːʁən]Lautschrift & QuellenAlltag & Sprache

mitbedeuten, mitschwingen lassen

Was bedeutet „konnotieren“?

Eine Nebenbedeutung mit sich führen.

So verwendest du das Wort

Das Wort „billig" konnotiert oft geringe Qualität.

Typische Wortverbindungen

negativ konnotiert sein
Tiefer verstehen

Was ein Wort neben seiner Sachbedeutung mitschwingen lässt

Ein Zimmer wird einmal als „gemütlich“ und einmal als „beengt“ beschrieben. Beide Wörter können sich auf denselben kleinen Raum beziehen, lassen ihn aber sehr unterschiedlich erscheinen. Die Wortwahl vermittelt neben Eigenschaften auch Bewertungen und begleitende Vorstellungen.

Derselbe Preis, ein anderer Eindruck

Bei einem Produkt kann „billig“ einen niedrigen Preis bezeichnen und zugleich Zweifel an der Qualität wecken. „Preiswert“ klingt häufig günstiger im wertenden Sinn. Diese Unterschiede sind nicht in jedem Kontext gleich stark; ein begeistert genanntes „billig“ kann durchaus positiv gemeint sein.

Begleitvorstellungen hervorrufen

Konnotieren bedeutet, eine Nebenbedeutung oder Begleitvorstellung hervorzurufen. Solche Konnotationen können gefühlsmäßig, wertend oder stilistisch geprägt sein. Sie gehören zur Wirkung eines Ausdrucks und können von Sprachgemeinschaft, Erfahrung und Situation abhängen. Nicht jede Person verbindet mit einem Wort dieselben Vorstellungen.

Bezeichnen und Bewerten unterscheiden

Die sachliche Bezeichnung eines Gegenstands lässt sich gedanklich von ihren begleitenden Wertungen unterscheiden. In tatsächlicher Sprache sind beide oft eng verbunden. Eine negative Konnotation ist außerdem kein Beweis für eine negative Eigenschaft des Gegenstands; sie beschreibt zunächst, was die Wortwahl nahelegt.

Eine übliche Formulierung

„Der Ausdruck ist negativ konnotiert“ ist im Sprachgespräch besonders verbreitet. Du kannst auch sagen: „Das Wort konnotiert hier mangelnde Sorgfalt.“ Nenne möglichst die konkrete Begleitvorstellung und den Kontext. Nur „irgendwie negativ“ zu behaupten, erklärt noch wenig über die tatsächliche Wirkung.

Den Ton eines Wortes prüfen

Vergleiche „sparsam“ und „geizig“ in zwei erfundenen Beschreibungen derselben Kaufentscheidung. Welche Haltung legt jedes Wort nahe? Ergänze, welche weiteren Informationen du für ein sachliches Urteil bräuchtest. So erkennst du, wie leicht eine Wortwahl eine Bewertung vorwegnimmt, die der beschriebene Vorgang allein noch nicht trägt.

Wörter im Zusammenhang

Ähnliche Bedeutungen

mitbedeutengedanklich mitschwingen lassen

Sprachgebrauch

fachsprachlich

Erklärungen aus dem Wortreich-Wortbestand. Vertiefung aktualisiert am 21. September 2026.

Lautschrift: Einzelquelle · Mitwirkende, Bearbeitungen & Lizenz (CC BY-SA).

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