Was bedeutet „manifest“?
Klar zutage tretend, unübersehbar geworden.
So verwendest du das Wort
Aus der Ahnung wurde ein manifester Konflikt.
Typische Wortverbindungen
Wenn etwas deutlich zutage tritt
In einem Verein gab es lange nur vorsichtige Andeutungen über Meinungsverschiedenheiten. Bei der nächsten Sitzung legen zwei Gruppen offen widersprechende Anträge vor. Der Konflikt ist nun manifest: Er zeigt sich deutlich in einer beobachtbaren Auseinandersetzung.
Vom Hintergrund in die Wahrnehmung
Die Uneinigkeit muss nicht erst während dieser Sitzung entstanden sein. Neu ist vor allem, dass sie offen hervortritt. Manifest kann einen bereits vorhandenen Zustand beschreiben, der nun klar erkennbar wird. Das Wort bezeichnet damit Sichtbarkeit oder Deutlichkeit, nicht zwingend einen neuen Ursprung.
Klar erkennbar vorhanden
Das Adjektiv wird etwa für einen Konflikt, einen Widerspruch oder eine Schwäche verwendet, die deutlich zutage treten. Dabei solltest du weiterhin benennen, woran du sie erkennst. Auch eine nachdrückliche Beschreibung ersetzt keine nachvollziehbaren Beobachtungen oder Gründe für die getroffene Einschätzung.
Gegenüber latent
Latent heißt, dass etwas verborgen besteht oder noch nicht offen hervortritt. Manifest bildet dazu einen passenden Gegensatz. Eine Sorge kann zunächst unausgesprochen bleiben und später in einer deutlichen Beschwerde sichtbar werden. Nicht jeder latente Zustand wird allerdings irgendwann manifest; das wäre eine zusätzliche Behauptung.
Auf die Wortart achten
„Die unterschiedlichen Anträge machten den Konflikt manifest.“ Hier steht ein Adjektiv. „Das Manifest“ ist dagegen ein Substantiv und bezeichnet etwa eine programmatische Erklärung. Die ähnliche Schreibweise sollte dich nicht dazu verleiten, beide Verwendungen gleichzusetzen. Der Satzbau hilft dir, sie auseinanderzuhalten.
Die Deutlichkeit begründen
Denke an eine Unstimmigkeit, die zunächst nur vermutet wird und später offen sichtbar ist. Was hat sich konkret verändert? Formuliere einen Satz mit „latent“ und einen mit „manifest“. Benenne im zweiten Satz die Beobachtung, durch die der Unterschied nachvollziehbar wird.
Wörter im Zusammenhang
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Gegenteile
Sprachgebrauch
Erklärungen aus dem Wortreich-Wortbestand. Vertiefung aktualisiert am 21. September 2026.
Lautschrift: Einzelquelle · Mitwirkende, Bearbeitungen & Lizenz (CC BY-SA).
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