Was bedeutet „Maxime“?
Ein subjektiver Grundsatz des eigenen Handelns.
So verwendest du das Wort
Ehrlichkeit war seine oberste Maxime.
Typische Wortverbindungen
Der Grundsatz hinter einer Handlung
Du beantwortest wichtige Nachrichten lieber später gründlich als sofort unüberlegt. Vielleicht steckt dahinter die Regel: „Wenn eine Antwort Folgen hat, prüfe ich sie vor dem Absenden.“ Ein solcher persönlicher Handlungsgrundsatz ist eine Maxime. Sie macht sichtbar, wonach du dich in bestimmten Situationen richten möchtest.
Ein Prinzip des eigenen Handelns
Eine Maxime ist ein Grundsatz, den eine Person ihrem Handeln zugrunde legt. Im philosophischen Gebrauch, besonders bei Kant, wird damit ein subjektives Handlungsprinzip bezeichnet. „Subjektiv“ bedeutet hier, dass die Person danach handelt; es heißt nicht automatisch, der Grundsatz sei bloß eine flüchtige Stimmung oder völlig unbegründet.
Konkreter als ein schönes Wort
„Sorgfalt“ nennt einen Wert. Die Regel, folgenreiche Antworten vor dem Versenden zu prüfen, beschreibt genauer, wie du unter bestimmten Bedingungen handeln willst. Eine gut formulierte Maxime kann Situation, Handlung und Absicht erkennen lassen. Dadurch wird sie leichter prüfbar als ein allgemein zustimmungsfähiges Schlagwort.
Nicht automatisch moralisch richtig
Auch „Ich halte Zusagen nur ein, solange sie mir nutzen“ kann eine persönliche Maxime ausdrücken. Dass jemand nach einem Grundsatz handelt, rechtfertigt ihn also noch nicht. Gerade diese Trennung ist wichtig: Eine Maxime zu beschreiben und sie moralisch zu beurteilen sind unterschiedliche Schritte.
Allgemeingültigkeit ist eine weitere Frage
„Ehrlichkeit ist ihre Maxime“ beschreibt eine Orientierung. Ob der entsprechende Handlungsgrundsatz vernünftig für alle gelten könnte, muss zusätzlich untersucht werden. Bei Kant gehört diese Prüfung zum moralischen Nachdenken. Eine persönliche Regel wird nicht schon deshalb zum allgemeinen Gesetz, weil ihr Urheber sie entschieden vertritt.
Eine Regel offenlegen
Erinnere dich an eine kleine Entscheidung und ergänze: „Wenn ..., dann tue ich ..., weil ich ... erreichen möchte.“ Prüfe, ob diese Formulierung dein tatsächliches Vorgehen beschreibt oder nur besser klingen soll. Überlege danach, welche Folgen es hätte, wenn andere nach derselben Regel handelten.
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Sprachgebrauch
Erklärungen aus dem Wortreich-Wortbestand. Vertiefung aktualisiert am 21. September 2026.
Lautschrift: Einzelquelle · Mitwirkende, Bearbeitungen & Lizenz (CC BY-SA).
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