Was bedeutet „suspekt“?
Misstrauen erregend.
So verwendest du das Wort
Der stille Nachbar war ihr von Anfang an suspekt.
Typische Wortverbindungen
Etwas kommt dir nicht ganz geheuer vor
In einer Nachricht wird behauptet, ein Treffen sei verlegt worden. Der angebliche Absender verwendet jedoch eine unbekannte Adresse und nennt keinen neuen Ort. Dir ist die Nachricht suspekt. Sie erregt Misstrauen, weil etwas an ihr nicht zu den bisherigen Informationen passt.
Der Eindruck von Zweifel
Suspekt bedeutet, dass etwas verdächtig erscheint oder dir nicht recht geheuer ist. Häufig wird dabei die Perspektive einer Person sichtbar: „Das ist mir suspekt.“ Der Satz beschreibt deine Einschätzung. Er erklärt noch nicht von selbst, welche Beobachtung den Verdacht auslöst oder ob er berechtigt ist.
Den Grund benennen
Im Beispiel sind die abweichende Adresse und die unvollständige Mitteilung konkrete Anhaltspunkte. Sie machen das Misstrauen nachvollziehbar, beweisen aber noch keine Täuschung. Vielleicht wurde eine Nachricht ungeschickt weitergeleitet. Wer suspekt verwendet, sollte Beobachtung, mögliche Erklärung und gesicherte Feststellung nicht miteinander vermischen.
Nähe zu dubios
Dubios und suspekt können beide Zweifel an einer Sache ausdrücken. Suspekt lässt sich besonders gut mit der Person verbinden, der etwas verdächtig vorkommt. Dubios kennzeichnet etwas häufig allgemeiner als fragwürdig. Das ist eine Tendenz im Gebrauch und keine starre Bedeutungsgrenze für jeden Satz.
Auf Pauschalurteile verzichten
„Die wechselnden Begründungen sind mir suspekt“ nennt einen konkreten Gegenstand des Misstrauens. Ein Urteil über eine ganze Person wäre umfassender. Ungewohntes Auftreten allein erklärt nicht, ob jemand verlässlich ist. Eine genaue Formulierung hält fest, was tatsächlich Anlass zum Zweifel gegeben hat.
Den Eindruck überprüfbar machen
Erfinde eine widersprüchliche Auskunft und beschreibe, weshalb sie dir suspekt erscheint. Welche Rückfrage könnte den Widerspruch klären? Formuliere diese Frage ohne Vorwurf. So übersetzt du ein unbestimmtes Misstrauen in einen Punkt, den die andere Person nachvollziehbar beantworten kann.
Wörter im Zusammenhang
Ähnliche Bedeutungen
Gegenteile
Sprachgebrauch
Woher kommt das Wort?
lateinisch suspectus „beargwöhnt", von suspicere „hinaufsehen, beargwöhnen".
Erklärungen aus dem Wortreich-Wortbestand. Vertiefung aktualisiert am 21. September 2026.
Lautschrift: Einzelquelle · Mitwirkende, Bearbeitungen & Lizenz (CC BY-SA).
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