Was bedeutet „Legitimation“?
Der Nachweis der Berechtigung, in einer Sache zu handeln.
So verwendest du das Wort
Ohne Legitimation darf niemand über das Konto verfügen.
Berechtigt sein und die Berechtigung nachweisen
Eine Person soll im Namen eines Vereins Unterlagen abholen. Am Schalter wird geprüft, ob sie dazu befugt ist. Die dafür vorgelegte Vollmacht kann ihrer Legitimation dienen. Es geht um mehr als die Frage, welchen Namen die abholende Person trägt.
Identität und Befugnis sind verschieden
Ein Ausweis kann zeigen, wer jemand ist. Daraus folgt nicht automatisch, dass diese Person für einen Verein handeln darf. Im Beispiel muss zusätzlich die entsprechende Berechtigung erkennbar sein. Welche Unterlagen hierfür genügen, richtet sich nach dem konkreten Vorgang.
Berechtigung oder deren Nachweis
Legitimation kann die Berechtigung selbst, ihren Nachweis oder eine Rechtfertigung bezeichnen. In rechtlichen und organisatorischen Situationen steht häufig die Befugnis zu einem bestimmten Handeln im Mittelpunkt. Das Wort benötigt deshalb einen Bezug: wozu jemand legitimiert ist oder welche Handlung gerechtfertigt werden soll.
Eine Erklärung ist nicht jede Art von Legitimation
„Ich möchte das erledigen“ nennt eine Absicht. „Ich wurde dafür bevollmächtigt“ benennt eine mögliche Grundlage der Berechtigung. Im politischen Sprachgebrauch kann Legitimation wiederum die Rechtfertigung von Herrschaft oder Entscheidungen meinen. Ein vorgezeigtes Dokument ist dort nicht notwendigerweise der entscheidende Gesichtspunkt.
Typische Formulierungen entschlüsseln
„Die Legitimation der Vertreterin wurde geprüft“ passt zu unserem Beispiel. „Für dieses Vorgehen fehlt die demokratische Legitimation“ verwendet einen anderen Bezug. In beiden Fällen hilft die Rückfrage, welche Grundlage gemeint ist. So wird aus einem abstrakten Wort eine überprüfbare Aussage.
Einen Nachweis passend zuordnen
Denke dir eine Person, die für jemand anderen ein Paket, einen Schlüssel oder Vereinsunterlagen abholen soll. Trenne schriftlich die Fragen „Wer ist sie?“ und „Was darf sie hier tun?“. Formuliere anschließend einen Satz mit Legitimation, der deutlich macht, welche der beiden Fragen beantwortet wird.
Erklärungen aus dem Wortreich-Wortbestand. Vertiefung aktualisiert am 21. September 2026.
Lautschrift: Einzelquelle · Mitwirkende, Bearbeitungen & Lizenz (CC BY-SA).
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