Was bedeutet „peremptorisch“?
Einen Anspruch endgültig ausschließend.
So verwendest du das Wort
Die Einrede wirkt peremptorisch.
Ein Hindernis richtet sich dauerhaft gegen die Durchsetzung
Bei einer alten Forderung wird die Einrede der Verjährung erhoben. Im juristischen Lernzusammenhang ist sie ein typisches Beispiel einer peremptorischen Einrede. Das Wort hebt hervor, dass es um ein dauerhaftes Leistungsverweigerungsrecht geht und nicht bloß um einen kurzen Zahlungsaufschub.
Der Anspruch und seine Durchsetzung
Eine Forderung kann bestehen, obwohl ihrer Durchsetzung eine Einrede entgegensteht. Gerade bei der Verjährung ist diese Unterscheidung wichtig. Aus der Möglichkeit, die Leistung zu verweigern, folgt nicht automatisch, dass die Forderung rechtlich vollständig ausgelöscht worden wäre.
Dauerhaft hindernde Wirkung
Peremptorisch bedeutet im Zusammenhang mit Einreden dauerhaft ausschließend oder hindernd. Gemeint ist die Durchsetzbarkeit des betroffenen Anspruchs. Die Kurzform „anspruchsausschließend“ kann missverständlich sein, wenn sie mit dem Erlöschen des Anspruchs gleichgesetzt wird. Deshalb lohnt es sich, die jeweilige Wirkung ausdrücklich zu benennen.
Anders als ein vorläufiger Aufschub
Eine dilatorische Einrede steht einem Anspruch nur zeitweise entgegen, etwa solange eine maßgebliche Gegenleistung aussteht. Eine peremptorische Einrede ist ihrer Art nach auf dauernde Abwehr gerichtet. Ob sie tatsächlich besteht und wirksam geltend gemacht wird, bleibt dennoch eine konkrete rechtliche Frage.
Eine präzise Fachformulierung
„Die erhobene Einrede hat peremptorische Wirkung“ ist eine typische Verwendung. Für ein allgemeines Publikum ist „dauerhaftes Recht zur Leistungsverweigerung“ verständlicher. Vermeide die pauschale Übersetzung „Die Schuld existiert nicht mehr“, denn sie verändert den rechtlichen Gedanken, den das Beispiel gerade vermitteln soll.
Zwei Aussagen auseinanderhalten
Vergleiche „Der Anspruch ist durch Erfüllung erloschen“ mit „Dem Anspruch steht eine peremptorische Einrede entgegen“. Beschreibe, worin der Unterschied liegt, ohne einen konkreten Streitfall zu entscheiden. Achte darauf, Bestehen, Erfüllung und Durchsetzbarkeit als verschiedene Fragen zu behandeln, statt alles unter „weg“ zusammenzufassen.
Erklärungen aus dem Wortreich-Wortbestand. Vertiefung aktualisiert am 21. September 2026.
Lautschrift: Einzelquelle · Mitwirkende, Bearbeitungen & Lizenz (CC BY-SA).
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