Ein Wort weiter

Prävention

Substantiv[pʁɛvɛnˈt͡si̯oːn]Lautschrift & QuellenJura

Vorbeugung, Verhütung

Was bedeutet „Prävention“?

Maßnahmen zur Verhinderung künftiger Rechtsverstöße.

So verwendest du das Wort

Strafe dient auch der Prävention.

Tiefer verstehen

Handeln, bevor ein unerwünschtes Ereignis eintritt

In einem Jugendzentrum lernen Teilnehmende, Konflikte früh zu erkennen und ohne Gewalt anzusprechen. Das Angebot soll künftige Übergriffe verhindern. Im Zusammenhang mit Kriminalität ist dies ein Beispiel für Prävention: Die Arbeit setzt bei Bedingungen möglicher späterer Taten an.

Ein Ziel liegt in der Zukunft

Das Training kann nach einem bereits geschehenen Vorfall eingerichtet worden sein. Trotzdem ist seine Zielrichtung vorbeugend, weil es weitere Vorfälle verhindern soll. Für die Einordnung zählt daher nicht allein, ob irgendwo schon etwas passiert ist, sondern worauf die konkrete Maßnahme abzielt.

Vorbeugen und verhüten

Prävention bezeichnet Maßnahmen, die unerwünschte Ereignisse verhindern oder ihre Wahrscheinlichkeit verringern sollen. Im rechtlichen und kriminalpolitischen Zusammenhang geht es häufig um Straftaten oder Gefahren. In anderen Bereichen können Krankheiten, Unfälle oder andere Schäden im Mittelpunkt stehen; der Gegenstand sollte jeweils erkennbar sein.

Von nachträglicher Verfolgung unterscheiden

Die Ermittlung wegen einer begangenen Straftat hat zunächst eine andere Aufgabe als die Vorbeugung. Dennoch können Maßnahmen mehrere Zwecke verfolgen. Auch eine Sanktion kann mit der Erwartung verbunden sein, künftige Taten zu verhindern. Präventive Zielsetzung und Reaktion auf Vergangenes schließen sich nicht grundsätzlich aus.

Absicht und Erfolg auseinanderhalten

„Das Projekt dient der Gewaltprävention“ beschreibt sein Ziel. „Das Projekt verhindert Gewalt“ behauptet bereits eine Wirkung, die belegt werden müsste. Diese Unterscheidung hilft beim Lesen von Programmbeschreibungen: Ein sinnvoll klingendes Anliegen ist noch kein Nachweis tatsächlicher Wirksamkeit.

Einen vorbeugenden Ansatz beschreiben

Wähle einen alltäglichen Konflikt, etwa wiederkehrenden Streit um gemeinsam genutzte Räume. Beschreibe eine Maßnahme, die zukünftige Konflikte verringern soll, und eine, die einen bereits entstandenen Streit bearbeitet. Erkläre anschließend, wo beide Ansätze zusammenwirken könnten, ohne sie begrifflich einfach gleichzusetzen.

Erklärungen aus dem Wortreich-Wortbestand. Vertiefung aktualisiert am 21. September 2026.

Lautschrift: Einzelquelle · Mitwirkende, Bearbeitungen & Lizenz (CC BY-SA).

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